A

„Der Kapitalismus heute hat den Menschen nichts mehr zu bieten. Wenn man sich als Beispiel den freien Markt anschaut, stellt man fest, dass sich eine Schicht herausgebildet hat, die durch Spekulation und Zins ausbeutet. Die Kapitalisten beschäftigten sich im vorigen Jahrhundert mit Produktion und Handel. Jetzt ist die Produktion, der Handel, die Technik zweitrangig und es wird täglich auf die Zinssätze geschaut. Diese Orientierung hat mit der Produktion nichts mehr zu tun... Für den Kapitalismus braucht man keine neuen Definitionen; er ist ein funktionierendes Glücksspielsystem. Und das Spiel wird um die Menschheit gespielt.“

Abdullah Öcalan (*1949), kurdischer Politiker (Vorsitzender der PKK), in "Sozialismus" (1998)

 

„Es kann keinen Frieden auf Erden geben, ehe wir nicht die Forderung unserer Zeit erfüllen und den großen ewigen Fluch unserer Rasse beenden und jedem Arbeiter den vollen Verdienst seiner Arbeit verschaffen.“

Abraham Lincoln (*1809, †1865), 16. Präsident der USA 1861-1865 (Republikaner)

 

„Die Regierung sollte sämtliches Geld und Guthaben schaffen und in Umlauf bringen, das sie braucht, um den Bedarf ihrer selbst und den aller Konsumenten zu decken. Durch Einführung dieses Prinzips würden die Steuerzahler Unmengen von Zinsen sparen. Das Privileg, Geld zu schaffen und auszustellen, ist nicht nur das höchste Vorrecht der Regierung, sondern auch ihre größte gestalterische Einflussmöglichkeit.“

Abraham Lincoln (*1809, †1865), 16. Präsident der USA 1861-1865 (Republikaner), Film "Money as Debt" (Paul Grignon) (1865)

 

„Die Banker hinter mir [die den Sezessionskrieg finanzieren] fürchte ich mehr, als die Armee der Südstaaten vor mir.“

Abraham Lincoln (*1809, †1865), 16. Präsident der USA 1861-1865 (Republikaner), Ivo Muri (1976): Über Hayek - Die Entnationalisierung des Geldes (1976) [www.elfterelfter.ch] (1862)

 

„Das Privileg der Schöpfung und Ausgabe von Geld ist nicht nur ein der Regierung vorbehaltenes Privileg, sondern kann zu deren kreativsten Instrument werden.“

Abraham Lincoln (*1809, †1865), 16. Präsident der USA 1861-1865 (Republikaner), Joseph Huber & James Robertson, 2008: Geldschöpfung in öffentliche Hand (1865)

 

„Der Terrorismus der heutigen Welt ist der Terrorismus des Geldes.“

Abschlusskommuniqué des "Völkertribunal", Tagung des Weltwährungsfonds in Berlin (1988)

 

„Wann immer die Gesetzgebung versucht, die Differenzen zwischen Unternehmern (masters) und ihren Arbeitern zu regeln, sind ihre Ratgeber immer die Unternehmer.“

Adam Smith (*1723, †1790), engl. Ökonom und Philosoph

 

„Wenn Staatsschulden einmal bis zu einem gewissen Grad angehäuft sind, so lässt sich, glaube ich, kaum ein einziges Beispiel für ihre richtige und vollständige Bezahlung anführen.“

Adam Smith (*1723, †1790), engl. Ökonom und Philosoph (1776)

 

„Unsere Kaufleute klagen oft die hohen Löhne der britischen Arbeiter als Ursache an, weshalb ihre Fabrikate auf fremden Märkten unterboten würden; von den hohen Kapitalgewinnen schweigen sie. Sie klagen über den übermäßigen Gewinn anderer Leute, aber von ihrem eigenen sagen sie nichts. Und doch mögen die hohen Gewinne des britischen Kapitals in vielen Fällen ebenso viel und in einigen noch mehr dazu beitragen, den Preis der britischen Fabrikate zu erhöhen, als der hohe Lohn der britischen Arbeiter.“

Adam Smith (*1723, †1790), engl. Ökonom und Philosoph, in "An Inquiry into the Nature and Causes of the wealth of Nations [Untersuchungen über die Natur und die Gründe des Reichtums der Nationen]" (1776)

 

„Wenn der Friede die Frucht der Gerechtigkeit ist, dann ist der Konflikt, die kriegerische Auseinandersetzung, die Frucht der Ungerechtigkeit.“

Adolf Paster, Präsident der Hifa-Austria, in "Die Zukunft beginnt jetzt"

 

„Seht euch vor, wir jagen euch jetzt mit Technologien, die ihr nie zuvor gesehen habt.“

Al Gore, 45. Vizepräsident der USA 1993-2001 (Demokrat), in "{314}"

 

„„Es ist ein System entstanden, in dem auf perverse Weise Anreize geschaffen wurden, Gewinne künstlich zu überhöhen und die Aktienkurse weiterzutreiben.“ Prominente Unternehmen hätten das Vertrauen erschüttert, das für das Funktionieren der Marktwirtschaft unentbehrlich sei. Bilanzfälschung und Betrug gefährdeten letztlich das Fundament der amerikanischen Gesellschaft, betonte der Notenbankchef.“

Alan Greenspan (*1926), Chef der Federal Reserve Bank (US-amerikan. Zentralbank) 1987-2003, in einer Anhörung vor dem US-Senat in "Deutsche Bundesbank - Auszüge aus Presseartikeln Nr. 32"

 

„Wer etwas will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe.“

Albert Camus (*1913, †1960), franz. Schriftsteller, Literaturnobelpreis 1957

 

„Wenn wir von diesem Jahrhundert etwas gelernt haben, so das, dass die wirtschaftliche Revolution eine befreiende sein oder nicht erfolgen wird; ebenso wird die Befreiung eine wirtschaftliche sein, oder es wird keine erfolgen.“

Albert Camus (*1913, †1960), franz. Schriftsteller, Literaturnobelpreis 1957, in einer Rede (1953)

 

„Es gibt zwei Dinge, die unendlich sind: Das Weltall und die menschliche Dummheit, aber beim Weltall bin ich mir noch nicht sicher!“

Albert Einstein (*1879, †1955), dt.-amerikan. Physiker, Nobelpreis 1921

 

„Eine neue Art von Denken ist notwendig, wenn die Menschheit weiterleben will.“

Albert Einstein (*1879, †1955), dt.-amerikan. Physiker, Nobelpreis 1921

 

„Wenn die meisten sich schon armseliger Kleider und Möbel schämen, wie viel mehr sollten wir uns da erst armseliger Ideen und Weltanschauungen schämen.“

Albert Einstein (*1879, †1955), dt.-amerikan. Physiker, Nobelpreis 1921

 

„Das Geld zieht nur den Eigennutz an und verführt stets unwiderstehlich zum Missbrauch.“

Albert Einstein (*1879, †1955), dt.-amerikan. Physiker, Nobelpreis 1921

 

„Ich erfreue mich an dem glänzenden Stil von Silvio Gesell. ... Die Schaffung eines Geldes, das sich nicht horten lässt, würde zur Bildung von Eigentum in anderer wesentlicherer Form führen.“

Albert Einstein (*1879, †1955), dt.-amerikan. Physiker, Nobelpreis 1921

 

„Die Probleme, die es in der Welt gibt, sind nicht mit der gleichen Denkweise zu lösen, die sie erzeugt hat.“

Albert Einstein (*1879, †1955), dt.-amerikan. Physiker, Nobelpreis 1921, angesichts der Weltwirtschaftskrise

 

„Der Auftrag, der uns heute gesetzt ist, lautet: Uns selbst, unsere Umwelt und die Strukturen dieser Welt zu heilen und zu heiligen… Man mag dies für eine Aufgabe halten, die unsere Kräfte übersteigt. Aber wenn wir im Bewußtstein unserer Unvollkommenheit und Schwäche trotzdem alle unsere Kräfte für ihre Erfüllung einsetzen, dann kommt ein Segen dazu, und aus dem Kleinen wird ein Großes.“

Albert Schweizer (*1885, †1948)

 

„Der Präsident der Außenhandelsbank, Professor Polze, musste jährlich, allein um die Zahlungsfähigkeit des Staates zu sichern, neue Kredite in Höhe von fünf bis sechs Milliarden D-Mark aufnehmen. Wir hatten ja nicht nur die laufenden Einfuhren zu bezahlen, sondern auch die Zinsen für die Schulden und die Zurückzahlung aufgenommener Kredite. Uns haben die Zinsen erdrückt, die Zinslast war gewaltig.“

Alexander Schalck-Golodkowski (*1932), dt. Politiker (SED), Wirtschaftsfunktionär und DDR-Devisenbeschaffer, Die Zeit 11.01.1991

 

„Wir müssen sagen, was wir denken, müssen tun, was wir sagen, und müssen sein, was wir tun.“

Alfred Herrhausen, ermordeter Chef der Deutschen Bank

 

„Teenager, die sich den Sponsoren an ihrer Schule widersetzten, können bestraft werden, wenn sie ihren Unmut äußern. In einem Fall wurde ein Schüler, der bei einer Veranstaltung von Coca Cola an der Schule ein T-Shirt von Pepsi trug, wegen Aufsässigkeit suspendiert. Das Sponsoring von Schulen beginnt, wenn die Kinder noch sehr jung sind, so dass sie mit dreizehn völlig daran gewöhnt sind, dass Unternehmen und Lobbyisten private Interessen auf den Lehrplan setzen.“

Alissa Quart (*1972), US-amerikan. Journalistin (The Independent, New York Times, The Nation), in "Branded" (2002)

 

„Wenn es bankrott ist, nun: Kapitalismus ohne Pleite ist wie Religion ohne Sünde - es funktioniert nicht.“

Allan Meltzer , Vorsitzende der IWF-Reformkommission

 

„Von deinem Bruder darfst du keinen Zins annehmen, weder Zins für Geld, noch Zins für Speisen, überhaupt keinen Zins für etwas, was man verzinsen kann.“

Altes Testament, Deuteronomium 23:70

 

„Wer auf Zinsen gibt und einen Aufschlag nimmt - sollte der am Leben bleiben? Er soll nicht leben, sondern, weil er alle diese Greuel getan hat, soll er des Todes sterben; seine Blutschuld komme über ihn.“

Altes Testament, Hesekiel 18:13

 

„Und sie werden gewiss Häuser bauen und [sie] bewohnen; und sie werden bestimmt Weingärten pflanzen und [deren] Fruchtertrag essen. Sie werden nicht bauen und ein anderer [es] bewohnen; sie werden nicht pflanzen und ein anderer essen... Sie werden sich nicht umsonst abmühen“

Altes Testament, Jesaja 65:21-23, über das Reich Gottes auf Erden

 

„Wenn du deinem Bruder, einem Armen, Geld leihst, so sollst du ihm gegenüber nicht wie ein Wucherer handeln. Ihr dürft ihm keinen Zins auflegen.“

Altes Testament, Moses 22:24

 

„Wenn du (einem aus) meinem Volke Geld leihst, einem Armen neben dir, so handle an ihm nicht wie ein Wucherer; ihr sollt ihm keinen Zins auflegen.“

Altes Testament, Moses 22:24

 

„Leiht jemand auf Wucher und nimmt Zins, der bleibt sicherlich nicht am Leben. All diese Gräueltaten hat er verübt; sterben muss er; seine Blutschuld lastet auf ihm.“

Altes Testament, Prophet Ezechiel 18:13

 

„Wer auf Zins leiht und Zuschlag nimmt, sollte der am Leben bleiben? - Er wird nicht am Leben bleiben! Er muss sterben! Sein Blut komme über ihn!“

Altes Testament, Prophet Ezechiel 18:13

 

„Für Zinsen gibt er sein Geld nicht fort, nimmt gegen den Schuldlosen kein Bestechungsgeld.“

Altes Testament, Psalm 15:5

 

„In seiner majestätischen Gleichheit verbietet das Gesetz den Reichen wie den Armen, unter Brücken zu schlafen, in den Straßen zu betteln und Brot zu stehlen.“

Anatole France, franz. Schriftsteller und Nobelpreisträger

 

„Wenn du zweifelst, kaufe es trotzdem!; Lehne gebastelte Geschenke ab!; Kaufe das, was deine Freunde sich nicht leisten können!“

André Erlen (*1974), dt. Schauspieler und Theaterregisseur,Judith Wilske (*1969), dt. Theaterregisseurin, "Mein erstes Shopping Buch" (realsatirischer Einkaufsratgeber, steht auf dem Index für jugendgefährdende Schriften) (2002)

 

„Oft stellen mir Kollegen lächelnd die Frage, was ich mit dem „vielen“ Geld tue, wenn sie meine Honorare für verschiedene Aktivitäten erfahren. Seltsamerweise fragt mich niemand, was ich mit dem Geld aus einer glücklichen Spekulation mache, wo ich doch das Zehnfache gewinne (aber nicht verdiene). Durch Arbeit verdientes Geld kommt ihnen besonders seltsam vor.“

André Kostolany (*1906, †1999), ungar.-amerikan. Journalist und berühmter Börsenspekulant

 

„Das große Geld, auch in der Tasche eines Dummkopfes, will zur Geltung kommen und Anerkennung haben. Und die Macht des Geldes ist groß.“

André Kostolany (*1906, †1999), ungar.-amerikan. Journalist und berühmter Börsenspekulant

 

„Wie ich sie kenne, gibt es wenige Millionäre, sogar sehr wenige, die frei sind von der Sünde, Bettler geschaffen zu haben.“

Andrew Carnegie (*1835, †1919), schott. Stahlmagnat, Namensgeber für die "New York Carnegie Hall"

 

„Etwas das man über unser Geldsystem wissen sollte ist, dass es, genau wie "Reise nach Jerusalem", solange die Musik spielt keine Verlierer gibt.“

Andrew Gause, US-amerikan. Geldhistoriker, Film "Money as Debt" (Paul Grignon)

 

„Die Ökonomik, nicht die Chrematistik, hat eine Grenze... die erstere bezweckt ein vom Gelde selbst Verschiedenes, die andere seine Vermehrung... Die Verwechslung beider Formen, die ineinander überspielen, veranlasst einige, die Erhaltung und Vermehrung des Geldes ins Unendliche als Endziel der Ökonomik zu betrachten.“

Aristoteles (*384 v.Chr., †322 v.Chr.), antiker griech. Philosoph, in "De Republica [Vom Staat]"

 

„I spent nearly one-third of my first year at the commission meeting with business leaders who opposed a Financial Accounting Standards Board (FASB) proposal that, if adopted as a final rule, would have required companies to count their stock options as an expense on the income Statement. The rule would have I crimped earnings and hurt the share price of many companies, but it also would have revealed the true cost of stock options to unsuspecting investors. Dozens of CEOs and Washington's most skillful lobbyists came to my office to urge me not to allow this proposal to move forward. At the same time, they flooded Capitol Hill and won the support of lawmakers who didn't take the time to understand the complexities of the issue and the proposed solution. Fearful of an overwhelming override of the proposal, I advised the FASB to back down. I regard this as my single biggest mistake during my years of service.“

Arthur Levitt, langjähriger Chef der US-Wertpapierbörse und der US-Börsenaufsicht (SEC), in "Take On the Street. What Wall Street and Corporate America Don't Want You to Know" (2002)

 

Der langjährige Chef der US-Börsenaufsicht (SEC), Arthur Levitt, enthüllt in seinem Rechenschaftsbericht ein erschütterndes Bild des - in seinen Augen verrotteten - US-Börsensystems und der Kämpfe rund um den Börsenhandel. „When I came to Washington, I had a pretty clear understanding of how the main power centers worked. Once I began pursuing my agenda, however, I saw a dynamic I hadn't fully witnessed before: the ability of Wall Street and corporate America to combine their considerable forces to stymie reform efforts. Working with a largely sympathetic, Republican-controlled Congress, the two interest groups first sought to co-opt me. When that didn't work, they turned their guns.“

Arthur Levitt, langjähriger Chef der US-Wertpapierbörse und der US-Börsenaufsicht (SEC), in "Take On the Street. What Wall Street and Corporate America Don't Want You to Know" (2002)

 

„Das Geld gleicht dem Seewasser. Je mehr davon getrunken wird, desto durstiger wird man.“

Arthur Schopenhauer (*1788, †1860), dt. Philosoph, www.zeitenwende.ch

 

„Verdiente der weltbestbezahlte Manager im Jahr 2005 noch 1,5 Milliarden US-Dollar und im Jahr 2006 zwei Milliarden US-Dollar, so sprang diese Marke im Jahr 2007 schon auf 3,7 Milliarden US-Dollar. Das sind bei einer 40-Stunden-Woche und 2 Wochen Urlaub pro Jahr ein Stundenlohn von 1,85 Millionen US-Dollar oder ein Minutenlohn von 30.000 US-Dollar oder ein Sekundenlohn von 500 US-Dollar.“

Attac Info 14-16/08 (Newsletter ATTAC Österreich) (2008)

 

„Geld will gelten! Es kann nicht im Hintergrund bleiben. Es bildet Divisionen und Armeen, seine Sprache ist die Weltsprache.“

August Lämmle (*1876, †1962), schwäbischer Mundartdichter, in "Menschen ...nur Menschen" (1959)

 

„Ein Staat ohne Gerechtigkeit ist nichts anderes als eine Räuberhöhle.“

Augustinus Aurelius (*354, †430), Bischof von Hippo, Philosoph, Kirchenvater und Heiliger

 

„Ich bezahle meine Mastercard-Rechnung mit Visa.“

Autoaufkleber USA (um 1990)

 

 

Gelesen 10548 mal Letzte Änderung am Freitag, 13 September 2013 16:10
Mehr in dieser Kategorie: « B