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„Alles, was dem Kapital beigefügt wird, ist Wucher. Gebet ihm für einen Namen was ihr wollt, es ist immerhin Wucher. Derjenige, der euch Zinsen bezahlt, ist in der Not, er ist gezwungen von euch zu entlehnen, um die Schuld zu bezahlen, die ihn drückt und er bleibt ohne Hilfe für sich selbst ... Derjenige, dem es an Nahrung fehlt, zahlt euch Zinsen: gibt es eine schreiendere Ungerechtigkeit? Dieser Mann sucht ein Heilmittel, ihr bietet ihm Gift an, er sucht Brot, ihr zeigt ihm das Schwert, er fleht um Freiheit, ihr legt ihm Knechtschaft auf . ... Ihr bereichert euch durch das Unglück anderer, ihr sucht euren Gewinn in den Tränen anderer, ihr ernährt euch vom Hunger des anderen und ihr nennet euch reich, die ihr vom Armen einen Lohn fordert. Ihr scharret das Gold aus den Metalladern, aber verberget es dann wieder.“

Lactantius (Lucius Caecilius Firmianus) (*250, †325), lateinischer Rhetoriklehrer und Kirchenvater, einer der höchstgebildeten und gelehrtesten Männer seiner Zeit (um 325)

 

„Um die anderen von sich abhängig zu machen, fingen sie an, das zum Leben ganz besonders Notwendige fortzuschaffen und zusammenzuraffen und dieses dann fest eingeschlossen zu bewahren, um die himmlischen Wohltaten für sich in Beschlag zunehmen . ... Es ist äußerst ungerecht, mehr zu fordern, als man gegeben hat.“

Lactantius (Lucius Caecilius Firmianus) (*250, †325), lateinischer Rhetoriklehrer und Kirchenvater, einer der höchstgebildeten und gelehrtesten Männer seiner Zeit (um 325)

 

„Es ist äußerst ungerecht, mehr zu fordern, als man gegeben hat. So handeln, das ist seinen Nächsten ausbeuten und auf perfide Weise mit seiner Not spekulieren.“

Lactantius (Lucius Caecilius Firmianus) (*250, †325), lateinischer Rhetoriklehrer und Kirchenvater, einer der höchstgebildeten und gelehrtesten Männer seiner Zeit (um 325)

 

„Zins ist volkswirtschaftlicher Unsinn und dazu unmoralisch.“

Leigh, Sekretär der Londoner Handelskammer (1934)

 

„So war zum Beispiel die Hexenverfolgung nachweislich eine gezielte Vernichtung von Frauenwissen, um die männliche Wissenschaft und Handwerke durchzusetzen und sie ideologisch zu untermauern. Galt vor der Hexenverfolgung die Erde noch als heilig und war es damals noch verboten, in sie Löcher hinein zu graben, so wurden nacher Bodenschätze ohne weitere Bedenken ausgebeutet. Sir Francis Bacon schrieb: „You must torture her!“ Ihr müsst sie, die Natur, foltern, um ihr die Geheimnisse zu entreißen. Kolonialisierung, Naturwissenschaften, aufkommender Kapitalismus machten die Natur, die Frauen und die eingeborenen Völker zu so genannten „freien Gütern“, die man nach Belieben ausbeuten durfte.“

Leila Dregger (*1959), dt. Journalistin und Herausgeberin der Zeitschrift "Die weibliche Stimme - für eine Politik des Herzens"

 

„Geld ist eine neue Form der Sklaverei.“

Leo Tolstoi (*1828, †1910), russ. Schriftsteller (1980)

 

„Geld ist eine neue Form der Skalverei, unterschieden von der alten lediglich durch die Tatsache, dass sie unpersönlich ist - es gibt keine menschliche Bezihung zwischen Herr und Sklave.“

Leo Tolstoi (*1828, †1910), russ. Schriftsteller, Film "Money as Debt" (Paul Grignon)

 

„Money is a new form of slavery, and distinguishable from the old simply by the fact that it is impersonal - that there is no human relation between master and slave.“

Leo Tolstoi (*1828, †1910), russ. Schriftsteller, www.hostmaster.org

 

„Das Gehaltniveau von leitenden Geschäftsführern und Vorstandsvorsitzenden ist in den letzten 30 Jahren vom 44fachen auf das 212fache des amerikanischen Durchschnittseinkommens angestiegen.“

Lester C. Thurow (*1938), US-amerikan. Ökonom, MIT-Professor (2000)

 

„Wenn wir die soziale Frage nicht lösen, werden wir auf unserem Planeten nicht weiterkommen! Wie wäre es mit einem neuen Geldsystem mit einem Geld, das keine Zinsen abwirft, das im Gegenteil immer weniger Wert ist, wenn man es nicht ausgibt? Man könnte dann mit Geld kein Geld mehr verdienen. Daran ist nichts Neues. Ein gewisser Silvio Gesell hat die Idee schon vor über 100 Jahren entwickelt. Der Kapitalismus hat aber die Oberhand behalten: Geld soll Geld generieren. Welcher Irrsinn!“

Linard Bardill (*1956), Schweizer Theologe, Liedermacher und Schriftsteller, Coop-Zeitung 19/2009 Seite 77 (www.fiat-pecunia.org/zitate/linard-bardill-das-neue-geld) (2009)

 

„Das moderne Bankwesen mit seinem Papiergeldsystem produziert Geld aus dem Nichts. Dieser Vorgang ist vielleicht die erstaunlichste Erfindung in der Geschichte der Menschheit! ... Wenn man der Sklave der Banken sein möchte und noch die Kosten der Sklaverei selbst tragen möchte, so sollte man die Banken selbst Geld erzeugen lassen!“

Lord Stemp, Bank of England

 

„Es leuchtet ein, wo mit der Anleihe nicht gleichzeitig eine Steuererhöhung stattfindet, kann der Zins der gemachten Anleihe nur noch durch neue Anleihen gedeckt werden.“

Lorenz von Stein (*1815, †1890), dt. Staatsrechtslehrer, Soziologe und Nationalökonom (1860)

 

„Kreditfinanzierte Unternehmen machen meist erst andere kaputt, bevor sie selber dran sind.“

Lothar Späth, früherer Ministerpräsident von Baden-Württemberg (1982)

 

„Die Begehrlichkeit kennt keine Schranken, nur Steigerung.“

Lucius Annaeus Seneca (*4 v.Chr., †65 n.Chr.), römischer Staatsmann, Dichter und Philosoph

 

„Wir sollten uns nicht so gebärden, als ob das Erkennen volkswirtschaftlicher Zusammenhänge nur den Gralshütern vorbehalten bliebe, die auf der einen Seite wissenschaftlich, auf der anderen demagogisch ihre verhärteten Standpunkte vortragen. Nein, jeder Bürger unseres Staates muss um die wirtschaftlichen Zusammenhänge wissen und zu einem Urteil befähigt sein, denn es handelt sich hier um Fragen unserer politischen Ordnung, deren Stabilität zu sichern uns aufgegeben ist.“

Ludwig Erhard (*1897, †1977), dt. Politiker (CDU), 1949-1963 Wirtschaftsminister, 1963-1966 Bundeskanzler (1992)

 

„...ein Krieg gegen die gesamte Dritte Welt, ein Krieg um die Auslandsschulden. Seine schärfste Waffe ist der Zinssatz, und die ist tödlicher als die Atombombe.“

Luis Ignácio da Silva (*1945), brasil. Staatspräsident und Vorsitzender der ArbeiterInnenpartei

 

„Da gibt es das sogenannte Experiment Wörgl. Das muß man nachlesen, da gibt es Bücher drüber. Das Experiment ist abgewürgt worden vom österreichischen Staat... Ich würde allen raten, sich mit der Wirtschaftslehre von Silvio Gesell zu befassen.“

Luise Rinser (*1911, †2002), dt. Schriftstellerin, in einem Interview in "info3 - Sozialberichte aus der anthroposophischen Arbeit Nr. 7-8/1985"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gelesen 9723 mal Letzte Änderung am Montag, 25 Juli 2011 15:59
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