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Ich bin nicht davon überzeugt, dass die meisten Kriege religiös motiviert sind. Religion wird in der Politik oft instrumentalisiert und missbraucht. Die wahren Kriegsgründe sind meist ökonomisch und machtpolitisch. Oft geht es auch um Ressourcen und Rohstoffe.“

Tenzin Gyatso (*1935), 14. Dalai Lama, in einem Gespräch mit Franz Alt (2003)

 

Vielleicht liegt die einzige Rettung im Kollaps dessen, was wir menschliche Zivilisation nennen. Eine Nuklearkatastrophe oder eine Umweltzerstörung ähnlichen Ausmaßes würde vielleicht nicht gerade die Menschheit auslöschen, aber die politischen und sozialen Gefüge in einem Maß aus den Angeln heben, daß die Frage nach dem „Danach“ unsere Vorstellungskraft übersteigt.“

Tewolde Egziabher, Botaniker aus Äthiopien, Addis Abeba

 

Ich meine, daß Welthandel Krieg bringen kann. Länder im Wettstreit können auch in einen Krieg gegeneinander geraten ... Die Fairneß der WTO besteht darin, daß die meisten Länder ärmer werden, je länger das neue System am Zuge ist. Und extremer Armut folgen soziale Unruhen, Bürgerkriege.“

Tewolde Egziabher, Botaniker aus Äthiopien, Addis Abeba

 

Banks have proved themselves to be the most hazardous economic institutions known to man. Breakdowns in banking lie at the centre of most financial crises. And banks are unusually effective at spreading financial distress, once it starts, from one place to another.“

The Economist (2003)

 

Wird einmal der Schein des Lebens ganz getilgt sein, den die Konsumsphäre selbst mit so schlechten Gründen verteidigt, so wird das Unwesen der absoluten Produktion triumphieren.“

Theodor Wiesengrund Adorno (*1903, †1969), dt. Philosoph, Soziologe und Musiktheoretiker, in "Minima Moralia. Reflexionen aus dem beschädigten Leben" (1951)

 

Amüsement ist die Verlängerung der Arbeit unterm Spätkapitalismus. Es wird von dem gesucht, der dem mechanisierten Arbeitsprozess ausweichen will, um ihm von neuem gewachsen zu sein. Zugleich aber hat die Mechanisierung solche Macht über den Freizeitler und sein Glück, sie bestimmt so gründlich die Fabrikation der Amüsierwaren, dass er gar nichts anderes mehr erfahren kann als die Nachbilder des Arbeitsvorganges selbst... Das Vergnügen befördert die Resignation, die sich in ihm vergessen will.“

Theodor Wiesengrund Adorno (*1903, †1969), dt. Philosoph, Soziologe und Musiktheoretiker,Max Horkheimer (*1895, †1973), dt. Philosoph und Soziologe, in "Dialektik der Aufklärung" (1944)

 

Der Leihzins verstößt sowohl gegen das natürliche Recht wie gegen das göttliche Gesetz, was auch der König nicht abändern kann, unter welchem Vorwand es auch ist.“

Theologische Fakultät von Paris (1670)

 

In Schweden gelang es mit dem JAK-System, viel Geld in die Regionen zu bringen und damit die Abwanderung von Leuten in die Ballungszentren zurückzuhalten.“

Thomas Fuchs, langjähriger Direktor der Raiffeisenbank Unterinntal (Tirol), Vorstand des Förderungsvereins der Primärbanken Österreich, Veranstaltung vom Wirtschaftsbund Salzburg zum Thema Regionalgeld im Sporthotel Anif 03.11.2005

 

Arbeit, der ausschließliche Maßstab des Wertes... die Schöpferin allen Reichtums, ist keine Ware.“

Thomas Hodgskin (*1787, †1869), engl. Ökonom, in "Popular Political Economy [Volkstümliche politische Ökonomie]" (1827)

 

Als die Verbraucherministerin Renate Künast ihren Schutzbefohlenen jüngst dazu riet, um der eigenen Arbeitsplätze willen doch mehr Dinge aus Deutschland zu kaufen, da erhob sich empörter Protest – nicht etwa, wie eigentlich zu erwarten war aus den Reihen der eigenen Partei, die ja tatsächlich Anlaß gehabt hätte, einen Verstoß gegen Geist und Buchstaben ihres Antidiskriminierungsgesetzes zu beklagen – sondern von den Einzelhandelsverbänden. Deren Vertreter bekundeten Bestürzung und Abscheu („Entsetzen über Künast“), sprachen von einem „deutschtümelnden Kaufappell“ und warnten, der Verbraucher müsse einen Bogen um viele Produkte machen, wenn er das ernst nähme.

Um viele? Um fast alle, denn auch mit Hilfe einer sehr starken Lupe gelingt es kaum noch, in den Katalogen, Fenstern und Regalen der deutschen Handelskonzerne etwas zu finden, das nicht aus Billiglohnländern importiert wurde. (...)

Für die verbliebenen hiesigen Hersteller von Textilien, Haushaltswaren und anderen Konsumgütern ist der von diesen Handelszerberussen bewachte Inlandsmarkt zu einem „closed shop“ geworden, und als genau beobachtender Verbraucher nimmt man von jedem Einkaufsbummel den stimmungsmindernden Eindruck mit, Deutschland sei schon weitgehend entindustrialisiert – und muß nachher zur trockenen Lektüre bundesamtlicher Exportstatistiken greifen, um sich mühsam wieder aufzurichten.“

Thomas Hoof, Manufactum Hausnachrichten, Herbst 2005 (Beilage zum Katalog Nr. 18)

 

Ich glaube, dass Bank-Institute gefährlicher für unsere Freiheiten sind als stehende Heere. Sollten die Menschen Amerikas es den privaten Banken jemals erlauben, die Ausgabe ihrer Währung zu kontrollieren, dann werden die Banken und die Kapitalgesellschaften, die um sie herum entstehen, erst durch Inflation und dann Deflation, den Menschen all ihre Besitztümer nehmen, bis ihre Kinder als Obdachlose aufwachen auf dem Kontinent, den ihre Väter eroberten. Die Macht der Geldschöpfung sollte den Banken entzogen werden und dem Volk zurückgegeben werden, dem sie rechtmässig gehört.(I believe that banking institutions are more dangerous to our liberties than standing armies. If the American people ever allow private banks to control the issue of their currency, first by inflation, then by deflation, the banks and corporations that will grow up around them will deprive the people of all property until their children wake-up homeless on the continent their fathers conquered. The issuing power should be taken from the banks and restored to the people, to whom it properly belongs.)“

Thomas Jefferson (*1743, †1826), Verfasser der Unabhängigkeitserklärung von 1776, Gründer der Demokratischen Partei und 3. Präsident der USA 1801-1809

 

Ich denke, dass Bank-Insitute gefählicher als stehende Armeen sind... Wenn die amerikanische Bevölkerung es zulässt, dass private Banken ihre Währung herausgeben... dann werden die Banken und Konzerne, die so entstehen werden, das Volk seines gesamten Besitzes berauben, bis eines Tages ihre Kinder obdachlos auf dem Kontinent aufwachsen, den ihre Vätern einst eroberten.“

Thomas Jefferson (*1743, †1826), Verfasser der Unabhängigkeitserklärung von 1776, Gründer der Demokratischen Partei und 3. Präsident der USA 1801-1809, Zeitgeist - Der Film - Part III

 

Das Geld kann nur durch Ausgeben gebraucht werden, also ist dem Gläubiger kein Zins zu vergüten. Auf Zins ausleihen ist Sünde.“

Thomas von Aquin (*1224, †1274), dt. Vertreter der Scholastik, bedeutendster Theologe und Philosoph des Mittelalters

 

Geld wurde erfunden, um Tauschhandlungen zu tätigen. Und deshalb ist es an sich unerlaubt, für den Gebrauch des geliehenen Geldes eine Belohnung zu nehmen, die man Zins nennt.“

Thomas von Aquin (*1224, †1274), dt. Vertreter der Scholastik, bedeutendster Theologe und Philosoph des Mittelalters

 

Der Gebrauch des Geldes besteht darin, dass man es ausgibt, also ist dem Gläubiger kein Zins zu vergüten. Auf Zins auszuleihen ist Sünde.“

Thomas von Aquin (*1224, †1274), dt. Vertreter der Scholastik, bedeutendster Theologe und Philosoph des Mittelalters

 

Geld hat die Aufgabe, den Tausch zu erleichtern.“

Thomas von Aquin (*1224, †1274), dt. Vertreter der Scholastik, bedeutendster Theologe und Philosoph des Mittelalters (um 1250)

 

Ich hab nix und du hast nix, lass uns 'was draus machen.“

Ton Steine Scherben (dt. Musikgruppe), "Ich hab nix" auf dem Album "IV" (1981)

 

Sklavenhändler, hast Du Arbeit für mich?

Sklavenhändler, ich tu alles für Dich.Sklavenhändler, hast Du Arbeit für mich?

Sklavenhändler, ich tu alles für Dich.Ich verkauf Dir meine Hände, ich verkauf Dir meinen Kopf,ich versprech' Dir, nicht viel zu denken, und ich schau Dir nicht in Deinen Topf.Für mich bist Du der Engel, der uns Armen Arbeit gibt.Ohne Dich wär' ich verhungert, ich bin froh, dass es Dich gibt...Und wenn ich siebenfünfzig verdiene, geb' ich Dir dreifünfzig ab,ich brauch' sowieso nur was zu essen und vielleicht ein bisschen Schnaps.Ich brauch' überhaupt nicht viel Geld, denn ich bin ein schlechter Mensch.Ich hab' mein ganzes Leben nichts gelernt, außer dass man besser die Fresse hält...“

Ton Steine Scherben (dt. Musikgruppe), Sklavenhändler auf dem Album "Warum geht es mir so dreckig" (1971)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Gelesen 9889 mal Letzte Änderung am Montag, 22 August 2011 12:34
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