Donnerstag, 21 Januar 2016 17:20

Erste Impressionen

geschrieben von 
Artikel bewerten
(0 Stimmen)

(me) Eigentlich ist es unglaublich. Ein Wunder, dass wir uns zusammen gefunden haben und drei inspirierende Tage miteinander verbringen durften. Jetzt sitze ich im Zug, zurück nach Freiburg, genauso, wie ich vor drei Tagen auch hier gesessen bin, aus dem Fenster schaute und mich fragte, wer mich in der Hafenstraße 31 erwarten würde. Mit wem würde ich mich bis zum nächsten Sommer einmal monatlich in Castrop-Rauxel treffen, einem Ort, von dem ich bis vor ein paar Wochen noch nie gehört hatte?

Ich hätte damals nicht erwartet, mich schon nach wenigen Stunden so verbunden mit den mir vorher noch fremden Menschen zu fühlen und das Gefühl zu haben genau am richtigen Ort zu sein. Angekommen im verregneten und grauen Castrop-Rauxel, stieß ich auf Stella und Naline, deren Zug aus Berlin verspätet war und die sich ebenfalls verlaufen hatten. So stapften wir durch die Dunkelheit, erleuchtet durch die vielen weihnachtlichen Lichterketten und suchten gemeinsam den Weg zum Pfadfinderheim. Dort wurden wir mit Tee und Musik empfangen. Erste Gespräche ergaben sich, der erste Abendkreis fand statt, in dem wir uns fragten, was wir mit unserem Dasein bewirken wollen.


Ist es nicht wunderbar, dass fremde Menschen sich so zufällig finden und sich plötzlich gemeinsam die Frage stellen, was sie bewirken, erleben und verändern können? Dass sie sich so finden, um voneinander und miteinander zu lernen und „Apfelblütenmomente“ zu teilen, das heißt lebendig zu sein, im Augenblick zu leben? Samstag und Sonntag gab Peter uns eine erste Einführung in die Natur der Wirtschaft und des Geldes. Wir machten uns klar, dass es auch in der Natur Wirtschaft gibt, denn Wirtschaft ist alles, was der planmäßigen Befriedigung von Bedürfnissen dient. Täglich denken und handeln wir mit Geld, und trotzdem spürten wir, wie schwer es ist zu sagen, was Geld überhaupt ist. Geld basiert auf Vertrauen und muss von mindestens drei Parteien als Währung akzeptiert werden. Wir unterscheiden zwischen Standardwährung, wie dem Euro, und Komplementärwährung....


Am Nachmittag kam Sebastian dazu, ein Ur-Steinschleuderer, der uns praktisch wie theoretisch in den Selbstschutz einführte, und zudem am Abend mit seinen alten Steinschleudergeschichten für Stimmung sorgte. Ich bin glücklich, nun auch zur Steinschleuder-Gemeinschaft zu gehören!

Gelesen 1928 mal
Mehr in dieser Kategorie: Selbstsicherheit und Selbstschutz »