Sheldrake, Rupert

Rupert Sheldrake (* 28. Juni 1942 in Newark-on-Trent, Nottinghamshire) ist ein britischer Autor und Biologe. 1981 stellte er eine Hypothese auf, nach der sogenannte morphische Felder existieren, die die Entwicklung von Strukturen beeinflussen sollen. Seine Hypothesen werden in den etablierten Naturwissenschaften weithin ignoriert und nur von einer Minderheit ernsthaft diskutiert. Seit 2005 leitet er ein parapsychologisch orientiertes Forschungsprojekt, das aus einer von der Universität Cambridge verwalteten Stiftung finanziert wird.

Sheldrakes A New Science of Life (1981) enthält seine Hypothese der formgebenden Verursachung. Die Hypothese postuliert die Existenz von so genannten morphogenetischen Feldern, die die Formbildung in der Natur beeinflussen sollen. Seitdem hat die Hypothese verschiedene Erweiterungen erfahren. Beispielsweise sollen sich die morphogenetischen Felder nicht nur auf Formen, sondern auf die Naturgesetze selbst erstrecken, die damit zu „Gewohnheiten der Natur“ werden. Dabei greift Sheldrake auf einen in den 1920ern geprägten Begriff aus der Entwicklungsbiologie zurück und gibt ihm eine neue Bedeutung. Mit den damals diskutierten Morphogenetischen Feldern haben Sheldrakes Hypothesen bis auf das Grundthema der Formgebung nichts gemeinsam.

Sheldrakes Hypothese wurde in der Wissenschaftsgemeinde nach anfänglichem Interesse im Wesentlichen ignoriert und wird heutzutage von Gegnern als pseudowissenschaftlich angesehen. Einige renommierte Quantenphysiker, darunter David Bohm und Hans-Peter Dürr, haben allerdings für eine ernsthafte Untersuchung der Hypothese plädiert. Auch im populärwissenschaftlichen Bereich, insbesondere im Umfeld der New Age-Bewegung, erfährt sie weiterhin großes Interesse. Beispielsweise berufen sich Bert Hellinger und Jan Udo Holey auf Sheldrakes Thesen.

 

Quelle: Wikipedia.de