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Stockmeier, Barbara

„Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.“ Wo kann eine Pädagogin, die diese afrikanische Weisheit zu ihren Glaubenssätzen zählt, einen erfüllenden Platz des Wirkens finden?

So können die Schülerinnen und Schüler von Barbara Stockmeier ihrer Oberstufenleiterin mit aller Zuversicht entgegen sehen. Getreu dem Motto „Was Hans einmal können muss, kann Hänschen noch gar nicht wissen“ packt die begeisterte Lehrerin die Herausforderungen an die Schule des 21. Jahrhunderts munter an.

Dass Barbara Stockmeier an der ESBZ arbeitet, ist einem glücklichen Zufall zu danken. Bei dem Weiterbildungsmaster „Demokratiepädagogische Schulentwicklung und Soziale Kompetenzen“ an der Freien Universität lernte sie eine Schülerin der ESBZ kennen, die ihr mit leuchtenden Augen von ihrer Schule berichtete. Eine wahrlich gelungene Werbeaktion. Denn hinterher beschloss die Pädagogin: Wenn sie in den Schuldienst wieder einspurt, dann an dieser Schule. Wenn man so will, war es eine gelungene Punktlandung in Berlin nach quasi globaler Erkundung vielfältigster internationaler Schauplätze, der letzte an der Pädagogischen Hochschule Thurgau in Kreuzlingen in der Schweiz. „Ich war schon immer gern Grenzgängerin, nicht nur geographisch“.

Die erste Zeit als Oberstufenleiterin haben Barbara Stockmeier geprägt - besonders die Erfahrungen, wie eng die Richtlinien in der gymnasialen Oberstufe sind und wie einschränkend sich das auf die Lernwege der Schüler_innen auswirkt. Nach 2,5 Jahren Aufbauarbeit war der Drang nach Neuem groß. Überzeugt, dass die Säulen erfolgreichen Lernens "Partizipation", "Mitbestimmung", "Verantwortungsübernahme" und "gute Beziehungen" sind, hat Frau Stockmeier gemeinsam mit einem Team aus Lehrer_innen und Schüler_innen neue Lernwege für die Gymnasiale Oberstufe entwickelt, die den Schüler_innen erlauben, selbstverantwortlich und selbstbestimmt ihr Lernen zu gestalten. Unternehmer_innen, Schüler_innen, Eltern, Schulleiter_innen und auch Vertreter der Schulaufsicht für Gymnasien in Berlin Mitte waren begeistert und gaben positives Feedback. Jetzt geht es an die Umsetzung. Die Gruppe möchte einen Schulversuch ausarbeiten und der Schulaufsicht zur Prüfung und Genehmigung vorlegen.

Besonders prägend waren für Frau Stockmeier neben der Zeit in der Schweiz ihre Monate in Ecuador, wo sie als Umweltpädagogin und in der Menschenrechtsbewegung engagiert war. Gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung gestaltete sie Workshops zu Themen der Nachhaltigkeit und Bürgerrechten. Frau Stockmeiers Liebe zu Frankreich und der französischen Sprache kam auch immer wieder auf ihre Kosten, sei es als Sprachassistentin in La Roche sur Yon während des Studiums oder im Rahmen des Europäischen Freiwilligendienstes in Pézenas, wo sie zusammen mit jungen Erwachsenen ökologische Gemeindearbeit leistete.

Was Frau Stockmeier allen Schülerinnen und Schülern an der ESBZ gerne mitgeben wird, ist ihre Überzeugung „Mut tut gut!“

 

siehe auch: Evangelische Schule Berlin Zentrum