Solidarische Ökonomie

Der Begriff Solidarökonomie ist bewusst nicht eng eingegrenzt, um möglichst vielen Bereichen, sehr unterschiedlichen Konzepten, Theorien und Ansätzen Platz zu geben. Solidarökonomische Projekte bestehen derzeit vor allem in Lateinamerika, welches führend ist in der Kooperation der solidarökonomischen Betriebe, und in Europa. Zu diesen Projekten zählen unter anderem Open Source-Programme, Workshops und alternative Bildungseinrichtungen, Tauschbörsen, Sozialmärkte, selbstverwaltende Betriebe und Wohngemeinschaften. Die Projekte und Modelle haben in der Regel jeweils drei ähnliche theoretische und praktische Ziele:

  • das soziale Ziel: Die Gemeinschaft soll demokratisch und sozial geordnet werden. Der Materialismus als Gesellschaftsordnung soll überwunden und das Individuum wieder in das geordnete, gesellschaftliche Leben integriert werden.

  • das politische Ziel: Mitbestimmung und Demokratie sollen erweitert werden. Die Solidargemeinschaft versteht sich als ein System von Werten und Normen, das vorsieht, dass der Mensch im Mittelpunkt des Bürger- und Staatsinteresses steht.

  • das wirtschaftliche Ziel: Lebens- und Arbeitsbedingungen sollen verbessert werden. Man soll nachhaltig und bedürfnisorientiert haushalten sowie den Umwelt- und Artenschutz ernst nehmen.

 

Quelle: Wikipedia