LETS: Local Exchange Trading System

Vancouver Island, Kanada, 1983: Als nach Abwanderung von Luftwaffe und Industrie die Arbeitslosigkeit stark anstieg, florierte der Tauschhandel. Mit der Erfindung des „Green Dollars“ und der Einführung einer Tauschzentrale, die die Konten der Mitglieder verwaltete sowie die Angebote und Nachfragen sammelte und veröffentlichte kann Michael Linton als Gründer der modernen Tauschsysteme gesehen werden.

Michael Linton zufolge müssen die folgenden 7 Kriterien erfüllt sein, damit man ein Netzwerk als LETS bezeichnen kann:

  • Es ist ein Non-Profit-System.

  • Bargeld wird weder ein- noch ausgezahlt.

  • Jeder beginnt sein Konto mit einem Null-Saldo.

  • Es gibt keine Kosten oder Einnahmen aus Zinsen.

  • Es besteht kein Zwang etwas zu kaufen oder zu verkaufen.

  • Die lokale Verrechnungseinheit ist wertmäßig an die Landeswährung gekoppelt (nicht zwingend).

  • Innerhalb aller Teilnehmer werden die Kontostände und Umsatzvolumen offengelegt.

Nicht alle sieben Punkte werden heute von allen LETS-Netzwerken gleich gesehen. Manche geben als Anreiz anfänglich ein Guthaben - bei Austritt muss das Konto wieder dieses Guthaben aufweisen. Und gerade die wertmäßige Koppelung an die Landeswährung wird häufig abgelehnt.

 

Quelle: Wikipedia