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InteraktionInterAKTION - Das Logbuch zum Jugendkurs für Entwicklungszusammenarbeit

 

Vermehrt lebt in jungen Menschen zum Ende ihrer Schulzeit der Wunsch, sich für eine gewisse Zeit in der weltweiten Entwicklungszusammenarbeit zu engagieren.

Unser Kursprogramm greift das auf und bereitet systematisch auf Freiwilligendienste in anderen Ländern und Kulturen vor. Eine Besonderheit darin ist, dass dieser fairventure®-Kurs von Aktiven und ehemals Aktiven des von Jugendlichen selbst verwalteten Steinschleuder e.V. durchgeführt wird. Der Bedarf für einen derartigen Kurs ist zweifellos gegeben, und nimmt sogar zu. Es geht um einen Bereich gegenseitiger Entwicklung, in die die Aktiven vor Ort und die jugendlichen „Volunteers“ gleichfalls einbezogen sind.

 

Berichte und Bilder vom aktuellen Kurs und von unserem Projekt finden Sie hier

 

 

 

 

InteraktionDer fairventure-Jugendkurs für Entwicklungszusammenarbeit

Nächster Kursbeginn im Dezember 2016. Jetzt anmelden!

Wir erforschen, wie Menschen in aller Welt den großen Herausforderungen unserer Zeit praktisch begegnen. Indem wir uns damit beschäftigen, entwickeln wir eigene Ideen und Fähigkeiten. In einem Baucamp setzen wir das Gelernte schließlich praktisch um.

Seit 1992 gibt es die Baucamps des Steinschleuder – Bewegung zur Bewegung e.V. Seitdem wurden – durch Jugendliche selbstverwaltet – interessante Projekte in verschiedenen Ländern der Erde durchgeführt.

Mittlerweile sind für einige Hundert Teilnehmer_innen die gesammelten Erfahrungen zu wertvollen Erinnerungen geworden: Das eigene Leben ist dadurch anders geworden, der kulturelle Horizont hat sich erweitert.

Im Interaktion-Jugendkurs lernst Du, wie Du die Welt verändern kannst. Aktive und ehemals Aktive der Steinschleuder geben Dir dafür ihre Erfahrungen weiter.

Der Kurs wendet sich an junge Leute zwischen 16 und 25 Jahren, die sich für Entwicklungszusammenarbeit interessieren. Darunter verstehen wir, dass man gerade von denen sehr viel lernen kann, die mit außerordentlichen Herausforderungen zu tun haben. Im Unterschied zu manchen anderen Initiativen und Organisationen betrachten wir uns in erster Linie als Lernende – also nicht als diejenigen, die aus einer friedlichen Komfortzone in ferne Länder aufbrechen, um „armen“ Menschen zu helfen...

Wenn Menschen Hunger leiden, wenn sie nicht ohne weiteres Zugang zu frischem Trinkwasser oder zu Bildungseinrichtungen haben, wenn jede Erkrankung wegen fehlender ärztlicher Hilfe lebensgefährlich werden kann, entwickeln sie Kräfte und Ideen, mit denen sie vielen von uns weit überlegen sind. Eben davon können und wollen wir lernen.

Wenn Dich das interessiert, ist das schon die wichtigste Voraussetzung für eine sinnvolle Teilnahme. Wir suchen für den Kurs 5 bis 10 junge Teilnehmer_innen. Im Dezember 2016 beginnt dann der zweite InterAKTION-Kurs, der bis zum Sommer 2017 dauern wird.

 

Programm

Der nächste Kurs beginnt im Dezember 2016 und findet einmal monatlich an sechs Wochenenden statt. Zusätzlich gibt es in den Osterferien eine besondere Trainingswoche. Mit der Teilnahme an einem vierwöchigen Baucamp der Steinschleuder in den Sommerferien endet der Jugendkurs.


Eine Gruppe von Dozenten_innen gestaltet die Treffen und Kursinhalte. Ziel ist, dass alle Kursteilnehmer_innen einzeln und als Gruppe verstehen und handhaben lernen, was die Entwicklungszusammenarbeit - wie wir sie verstehen - erfolgreich macht. Viele verschiedene praxisbezogene Inhalte beruhen auf folgenden Hauptbereichen:

  • In einem ersten Hauptkurs erarbeiten wir uns anhand vom fairventure®-Kurs „Wirtschaft“ systematisch ein grundlegendes betriebs- und volkswirtschaftliches Basiswissen. Das gehört zum Handwerkszeug, um erfolgreich eigene Projekte voranzubringen, aber auch um im späteren Leben wirtschaftlich sinnvoll handeln zu können. Im zweiten Hauptkurs geht es um das Verständnis von Sichtweisen und Techniken für die Pflege der eigenen Seele, um Achtsamkeit und Besonnenheit auch in schwierigen Situationen.
  • Wir recherchieren, welche Ideen und praktischen Umsetzungen Menschen entwickelt haben, für die das Leben aufgrund verschiedenster Bedingungen nicht einfach ist. Der jeweilige kulturelle Hintergrund interessiert uns dabei ebenso wie die ökonomische und ökologische Dimension. In den Plena tauschen wir uns darüber aus. Die Ergebnisse werden wir regelmäßig online und später auch in Buchform veröffentlichen.
  • Erfahrene, ehemals Aktive der Steinschleuder geben ihr Wissen weiter. Das geschieht in praktischen Kursen, in denen wir bereits an den Wochenenden – also nicht erst in der Trainingswoche oder im Baucamp – am Samstagnachmittag zusammen arbeiten und sonstwie aktiv sein werden. Außerdem berichten die Ehemaligen aus ihren gegenwärtigen Berufs- und Lebenserfahrungen, insofern das mit dem zu tun hat, was von ihnen in der Steinschleuder erlebt wurde.

Insgesamt entfallen während der ganzen Zeit 140 Kursstunden auf die Kurswochenenden, 40 Stunden auf die Trainingswoche und insgesamt etwa 70 Stunden auf das Selbststudium zwischen den Wochenenden.

Die Wochenenden verlaufen in etwa nach folgendem Plan:

Freitag

Samstag

Sonntag

 

9.00h Morgenkreis

9.00h Morgenkreis

 

10.00h Hauptkurs

10.00h Hauptkurs

 

11.30h Plenum

11.30h Schlussplenum

 

12.30h Mittagspause

13.00h Abreise

bis 17.00h Anreise

14.00h Praxis

 

18.00h Abendkreis

18.00h Abendkreis

 

18.30h Abendpause

18.30h Abendpause

 

20.00h Einleitungsplenum

20.00h Plenum

 

 

Die Wochenenden finden in Castrop-Rauxel (NRW) statt, die Trainigswoche im Ökodorf "Lebensgarten" in Steyerberg. Wir werden uns dort auch gemeinsam verpflegen und übernachten.

Die Termine sind: 16.-18.12.(2016), 13.-15.01., 24.-26.02.*, 10.-12.03., 09.04.-13.04. (Trainingswoche),12.-14.05., 16.-18.06.

*Teilnahme an der fairventure-Konferenz "Gestalte die Zukunft".

Morgen- und Abendkreis sowie das Abendplenum geben den Rahmen für den Austausch von Erfahrungen und das Treffen von Verabredungen.

In der Trainingswoche werden wir an einem vorher ausgesuchten Projekt praktisch mitarbeiten.

Baucamp

BaucampAm 27. April 1992, in der damaligen orthodoxen Osternacht, wurde auf dem Nachhauseweg von einer kleinen Kirche im ukrainischen Slowjansk in einer Gruppe Jugendlicher die Idee geboren, mit den eigenen Möglichkeiten die Welt ein Stück weit zu verändern.

Zuerst ging es, bis 1994, um den Bau einer Krankenstation für Tschernobylkinder, danach folgten, bis heute, Hilfsprojekte in verschiedenen Ländern der Erde (Brasilien, Argentinien, Irland, Albanien, Ghana, Senegal, Tansania, Philippinen). Die Initiative bekam ihren Namen „Steinschleuder – Bewegung zur Bewegung“ und wurde zu einem von Jugendlichen selbstverwalteten Verein. An den Projekten haben im laufe der Jahre viele hundert junge Menschen teilgenommen, die dabei Entwicklungszusammenarbeit im besten Sinne kennen lernten. Häuser, Wasserleitungen, Ambulatorien, Schulen, Krankenstationen, Kindergärten usw. wurden (und werden) gebaut, wo das nicht einfach ist. Dafür werden Spendengelder akquiriert, Praktika im Handwerk absolviert, Freizeit eingebracht und Ferien auf Baustellen in fernen, unwirtlichen Ländern verbracht.

In den Sommerferien nehmen wir an einem Baucamp der Steinschleuder teil. An der Kurswochenenden und in der Trainingswoche bereiten wir uns darauf gemeinsam praktisch und theoretisch vor.

 

Team

Begleitung vom Jahreskurs

Krause, PeterPeter Krause

... hat 1992 zusammen mit einer Gruppe Jugendlicher die Steinschleuder gegründet. Ökologisch sinnvolle Formen des Lebens und Wirtschaftens sind ihm ein besonderes Anliegen, auch in seiner Arbeit als Journalist und Buchautor. mehr


Botthof, Marcel

Marcel Botthof

... gehört ebenfalls zu den Gründern der Steinschleuder. Nach seinem Zivildienst in Argentinien (in einem Steinschleuder-Projekt) und seiner Ausbildung zum Demeter-Landwirt ist er heute als Angestellter in einer großen Firma tätig. mehr


Temmel, Jan

Jan Temmel

... arbeitet als Mediengestalter. Er liebt die Natur und das natürliche Leben, hat während einer mehrmonatigen Reise durch die Wildnis Kanadas viele Erfahrungen gesammelt, die sein fotografisch-künstlerisches Arbeiten sehr inspiriert haben. mehr


Leitung des Baucamps (2016)

Kannenberg, David David Kannenberg

  und Melanie Mettlen

Referenten_innen

  • Rebekka Breth (Kindergärtnerin)
  • Johanna Fürst (Studentin der Humanmedizin)
  • Elisaberh Klein (Musikerin)
  • Sebastian Nahrwold (Kraft- und Kampfsporttrainer)
  • Ingo Weerts (Gewerkschaftssekretär)
  • und weitere

Kosten

Die Kosten für den Kurs belaufen sich insgesamt auf 3.000 Euro, die nicht von Dir, sondern von anderen für Dich bezahlt werden sollen.

Darum sollst Du ausreichend viele Paten_innen finden, die jeweils höchstens 300,-- Euro (in einer Summe oder in bis zu vier Monatsraten) zahlen und Dir dadurch die Teilnahme am Kurs und am Baucamp ermöglichen. Wir legen großen Wert auf diese Handhabung, denn dadurch verfügst Du über einen Umkreis an Menschen, die Deine Teilnahme auch wollen. Sei unbesorgt: Das Finden von Menschen, die Dir die Teilnahme ermöglichen, gelingt bei entsprechendem Engagement ganz gut. Wir geben Dir dafür Tipps und Erfahrungen weiter.

 

Seminar

Der Teilnahmebetrag deckt die folgenden Kosten:

  • Kursgebühren für die Wochenenden (inklusive der Teilnahme an der fairventure-Konferenz) und die Begleitung Deiner Teilnahme am Jahreskurs.
  • Verpflegung während der Wochenenden, der Trainingswoche und des Baucamps.
  • Reisekosten für das Baucamp ab/bis z.B. Flughafen Frankfurt/Main.
  • Anteilige Bezuschussung von Reisekosten zu den Wochenenden und zur Trainingswoche für Teilnehmer_innen aus weiter entfernten Wohnorten.
  • Lehr- und Lernmittel für die Wochenenden und das Selbststudium

Bewerbung

Wenn Du dich für eine Teilnahme am Jahreskurs interessierst, schreib uns bitte zuerst eine eMail an:

interaktion(ät)fairventure(punkt)de

Darin solltest Du uns das Wichtigste zu Dir mitteilen (Vorname und Name, Wohnort, Alter, Schule/Ausbildungseinrichtung/Hochschule) und (kurz) warum Du am Jahreskurs teilnehmen möchtest.

Danach werden wir mit Dir einen Termin für ein erstes Kennenlernen (persönlich, wenn Du in der Nähe wohnst, oder per Skype oder telefonisch) verabreden. Nach diesem ersten Kennenlernen bekommst Du von uns die Informationen für die schriftliche Anmeldung, über die dann das Team entscheiden wird.

lagerfeuer-jugendcamp

Wirtschaftskurs an Schulen

Von den Möglichkeiten, im eigenen Alltag die Zukunft verantwortlich und aktiv mit zu gestalten

Immer mehr Menschen begegnen den zunehmenden Herausforderungen des Alltags mit dem Wunsch, selbst mit gestalten zu können, was die Lebenswirklichkeiten letztendlich ausmacht. Dies bezieht sich auch auf die Bereiche Wirtschaft und Geld. Nicht zuletzt durch die gegenwärtigen Krisenereignisse ausgelöst, werden die gegebenen Verhältnisse kritisch hinterfragt und Ideen dafür entwickelt, wie Wirtschaft und Geld gerechter und ökologisch sinnvoll gehandhabt werden können.

Hinzu kommt z.B. für junge Menschen an Schulen und in Berufsausbildungen, dass die Anforderungen der künftigen Lebens- und Arbeitswelt idealerweise auch mindestens ein Grundlagenwissen im Gebiet der Ökonomie erfordern, andernfalls bleibt ein Großteil der Wirklichkeit und der Handlungsoptionen für den einzelnen Menschen verschlossen.

Es besteht insofern ein Bedarf, Grundlagenwissen zu den Bereichen Wirtschaft und Geld zu vermitteln, um Menschen in die Lage zu versetzen, die eigenen Motivationen und Ideen in die Welt einbringen zu können. Die Zeit der Schule und Berufsausbildung ist dafür ideal. Unser Kurs „Meine Welt, Wirtschaft und Geld“ deckt diesen Bedarf und kann als zusätzliches Angebot in bestehende Konzepte integriert werden.

Der Kurs

Im Schuljahr 2011/2012 haben wir auf Anregung der Freien Waldorfschule in Leipzig ein Kursprogramm entwickelt und erstmals durchgeführt, das jungen Menschen ein qualifiziertes Grundlagenwissen zum Thema Wirtschaft und Geld vermittelt. Der Kurs ist in vier Teile gegliedert, die als Fernkurs mit Präsenzphasen absolviert werden. Die Zusammenfassung in geschlossene Unterrichtsblöcke ist ebenfalls möglich. Am Lehrgangsende wird von den Teilnehmenden ein Abschlusstest geschrieben.

Das Studienmaterial ist praxisorientiert. Zum einen werden alltägliche Szenarien aus dem Geschäftsbetrieb eines Großunternehmens und einem bürgerschaftlich organisierten und geführten Laden vorgestellt und behandelt, zum anderen gehen wir auf Alltagssituationen (Banken, Versicherungen, Steuern usw.) ein. Zu den Darstellungen zum Thema Geld gehört auch, dass wir ausführlich die Typologie und Anwendungsgebiete von Komplementärwährungen beschreiben. In diesem Zusammenhang werden sowohl gewerbliche als auch bürgerschaftlich organisierte Modelle vorgestellt und mit Übungen zur Praxis verbunden.

Der Zusammenhang des Gemeinwesens mit Wirtschaft und Geld wird bearbeitet, indem die Teilnehmenden Steuern und deren Verwendungen kennenlernen und einen Überblick über die Aufgaben kommunaler Verwaltungen in Bezug auf Wirtschaftsförderungen bekommen.

Inhalte

Teil 1: Geld

Was ist eigentlich Geld? Verschiedene Zahlungsmittel und Verrechnungseinheiten. Kapital, Kredit und Zins. Spekulation. Aktienkurse und reale Unternehmenswerte. Wie geht es weiter mit dem Geld?

Teil 2: Wirtschaft

Was ist eigentlich Wirtschaft? Bedarf planvoll decken. Unternehmen, Firmen und Netzwerke. Verantwortung von Firmen und VerbraucherInnen. Gemeinschaft und Gemeinsamkeit.

Teil 3: Haushalt(en)

Was ist eigentlich ein Haushalt? Bedarf, Leistung und Konsum. Lokale, regionale, nationale und globale Wirtschaft. Stadtentwicklung und Bürgerinitiative. Krisen und ihre Bewältigung.

Teil 4: Ökologie

Nachhaltigkeit und ökologische Verantwortung. Die Entwicklung der gegenwärtigen Wirtschaft und mögliche Zukunftsszenarien. Initiativen jenseits von Konzernen und Regierungen.

 

Der Kurs wurde in den vergangenen Jahren mehrfach durchgeführt und weiterentwickelt. Nehmen Sie bei Interesse gern Kontakt mit uns auf. Einige Rückmeldungen von TeilnehmerInnen finden Sie hier.

www.aktiv-zukunft-leben.de/kurs-wirtschaft-an-schulen