Neue Formen im Umgang mit Geld sind etwas erstaunliches. Erstaunlich für viele Menschen, weil sie sich fragen, ob und warum so etwas überhaupt nötig sein könnte. Erstaunlich auch deswegen, weil mit den Gedanken an nicht staatliche Währungen und demokratisch, bürgerschaftlich geschaffene und verwaltete Systeme etwas in Erscheinung tritt, was vor dem Hintergrund des Gewohnten erstmal absolut undenkbar zu sein scheint. Ist das tatsächlich möglich, zum Beispiel Geld zu schaffen, das neben den staatlich kontrollierten Zahlungsmitteln existiert und wirtschaftlich relevant für einzelne Menschen und größere Menschengruppen sein kann?

Die Idee der Solidarität scheint in der die Welt beherrschenden Wirtschaft keinen Platz zu haben. Doch es gibt positive Beispiele. So setzt die GLS Bank mit der »Schenkgemeinschaft« auf ein solidarisches Finanzierungsmodell, -Pionierinnen und Pioniere aus Praxis und Politik veröffentlichen und beraten zum Thema. Das Oya-Gespräch kreist um die Frage, wie solidarische Ökonomie zur Bewegung werden kann.