Im Gespräch mit Margrit Kennedy

http://www.fairventure.de/images/stories/Referenten/kennedy.jpgProf. Dr. Margrit Kennedy: Expertin für Regionalgeld und Komplementärwährungen. In Darmstadt zunächst als Architektin ausgebildet, arbeitete sie als Stadtplanerin und Ökologin in Deutschland, Nigeria, Schottland und in den USA . Promotion in Pittsburgh, Pennsylvenia zum PhD. Forschungsvorhaben zum Thema "Schulen als Gemeinschaftszentren" in 15 Ländern Europas und in Nord- und Südamerika. Von 1979 bis 1984, im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Berlin 1987, Leitung des Forschungsbereichs Ökologie/Energie und Frauenprojekte, und Gastprofessur für Stadtökologie an der Gesamthochschule Kassel.  1991 wurde sie als Professorin an den Fachbereich Architektur der Universität Hannover berufen; sie leitete dort bis 2002 die Abteilung "Technischer Ausbau und Ressourcensparendes Bauen".

 

Herdecke, 06.02.2013 (pk) Weltweit wird von immer mehr Menschen erfolgreich an Lösungen für jene Probleme gearbeitet, die sich, auch durch die jüngsten Krisenereignissen katalysiert, dramatisch zuspitzen. Wie man der Ressourcenverknappung begegnen oder im Kampf um die Rechte von Natur und Menschen bestehen kann, ist mittlerweile in zahlreichen Ideen und Projekten anschaulich nachvollziehbar geworden. Worauf es nun ankommt, sind ein offener Austausch und eine undogmatische Vernetzung unter den verschieden agierenden Menschen und Menschengruppen. Der fairventure-Kongress bietet dafür einen geeigneten Rahmen.

Weit mehr als 4.000 Systeme zur Handhabung komplementärer Währungen sind inzwischen weltweit entstanden. Von sehr großen Systemen, wie dem WIR-Verrechnungsring bis hin zu kleinen nachbarschaftlich organisierten Tauschringen reicht die Bandbreite. Dabei haben sich die unterschiedlichsten Währungsarten entwickelt. Schon äußerlich betrachtet finden sich rein digitale Verrechnungseinheiten, Wertgutscheine oder auch das gute alte Warengeld. Doch sind solche Äußerlichkeiten wirklich maßgebend für die Qualität eines Geldsystems?

Die Idee der Solidarität scheint in der die Welt beherrschenden Wirtschaft keinen Platz zu haben. Doch es gibt positive Beispiele. So setzt die GLS Bank mit der »Schenkgemeinschaft« auf ein solidarisches Finanzierungsmodell, -Pionierinnen und Pioniere aus Praxis und Politik veröffentlichen und beraten zum Thema. Das Oya-Gespräch kreist um die Frage, wie solidarische Ökonomie zur Bewegung werden kann.

Leider bin ich erst durch den GAU in Fukushima innerlich wie äußerlich wieder in Bewegung gekommen. Zurückgreifend auf politische Erfahrungen in den 80er und 90er in Essen mit Aktivitäten bei Jungen Grünen, Jungdemokraten/Junge Linke, bei der Antifa, im Freiraum für poltische Bildung, in grünen und linken hochschulpolitischen Gruppen, habe ich mich seit letztem Jahr verstärkt mit Ökologie und Ökonomie und Alternativen zum Kapitalismus beschäftigt. Dies versuche ich bei "Langenberg im Wandel" zu thematisieren und um zu setzen (Regiogeld, Energiewende).

www.langenberg-im-wandel.de

www.deilbachblueten.de

Prof. Martin Klöti hat sich der regionalen, ökologischen und sozio-kulturellen Stärkung von Wirtschaft und Gesellschaft verschrieben. Mit 'ENGAGE - Gemeinsinn konkret - Community Empowerment' (www.en-gage.ch), LAKEL AFRIK (www.lakelgroup.com) und JIMAJ (www.jimaj.com) stärkt er die gezielte Wahrnehmung und Entwicklung individueller Talente und Fähigkeiten als Teil tragender Gemeinschaften. Mit MATTO (www.mattos.ch) und NIUTEX (www.niutex.ch) in der Schweiz trägt er wie mit den beiden afrikanischen Gesellschaften zum Einsatz regionaler Ressourcen als Basis regionaler Wirtschaftsstrukturen bei.