Meine Welt, Wirtschaft und Geld

Der fairventure-Kurs an der Evangelischen Schule Berlin Zentrum

Herdecke/Berlin, 15.02.2013 (pk) Wie Wirtschaft funktioniert, also das Wissen um die Grundlagen der Ökonomie, gehört heutzutage sicherlich (bald) zur notwendigen Allgemeinbildung. Nicht nur für den eigenen Haushalt, sondern auch als Voraussetzung dafür, die komplex gewordenen Vorgänge verstehen zu können, die unsere Welt bis in den Alltag aller Menschen hinein nachhaltig bestimmen, ist solches Wissen zunehmend gefordert. In der Evangelischen Schule Berlin Zentrum hat eine Gruppe von fast 20 Schülerinnen und Schülern darum im Januar den fairventure-Kurs absolviert.

Der fairventure-Kurs vermittelt in vier Teilen Wissen zu den Grundlagen der Wirtschaft, wobei besonders die ökologischen Aspekte und mögliche Alternativen zur allein auf Gewinnmaximierung ausgerichteten Ökonomie Berücksichtigung finden. Die Lerninhalte behandeln alles rund ums Geld ebenso, wie Fragestellungen der Betriebs- und Volkswirtschaft. Anhand von Beispielfirmen werden als Lerninhalte Fälle bearbeitet, die der gewöhnlichen betrieblichen Praxis entsprechen. Aber auch ethische Fragen werden behandelt. Wie lässt sich angesichts der knapper werdenden Ressourcen und des Klimawandels nachhaltig wirtschaften? Welchen Fragestellungen begegnet man auf der Gebieten der sozialen Absicherung und der Gesundheitsversorgung?

Der Kurs wurde in Berlin während zwei Wochen als Fernkurs mit Unterlagen zum Selbststudium und während einer Projektwoche vor Ort durchgeführt. Zu den Highlights gehörten sicherlich auch ein Besuch bei einem Angeordneten im Bundestag, der ausführlich das Bedingungslose Grundeinkommen als Alternative zu den derzeit üblichen Transferleistungen zur Diskussion stellte und der Besuch von Heidemarie Schwermer, einer Frau, die seit fast 20 Jahren ein Leben ohne Geld führt. Zur letzteren Begegnung war die gesamte Oberstufe eingeladen, so dass sich im Forum schnell eine lebendige und dichte Gesprächsatmosphäre ergab.

Am Ende der Projektwoche haben die Schülerinnen und Schüler ihren Abschlusstest zum Thema „Leben für die Welt von morgen“ absolviert. In diesem Thema drückt sich die Absicht aus, die mit dem Kurs von Beginn an verbunden ist, nämlich junge Menschen auch im Hinblick auf Fragen der Wirtschaft so zu fördern, dass sinnvolle Beiträge für die Welt der Zukunft möglich werden. Peter Krause (Journalist) und Jan Temmel (Mediengestalter), die den Kurs in Berlin durchgeführt haben, freuen sich, dass sie auf diese Weise das zentrale Anliegen der ESBZ unterstützen durften.